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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2019

 

 

 


Modul: Grundlagen der Gender Studies

 

 

Empirische Methoden: Gruppendiskussionen - Seminar: 06LE42S-2019002

Prof. Dr. Nina Degele

Mi 16 - 20 Uhr (14 tägig)

In der empirischen Sozialforschung eignen sich Gruppendiskussionen, um Orientierungen nicht von Einzelnen, sondern von Gruppen bzw. sozialen Milieus sicht- und rekonstruierbar zu machen. Dies gelingt, wenn verkörperte Dynamiken und Regelmäßigkeiten (wie etwa Jargon, Bezug auf Gender, Themenwahl) genutzt werden, die in soziale Prozesse eingebaut sind. Dahinter verbirgt sich die Inszenierung einer Gruppenidentität: Wie stellen die Beteiligten eine solche her, was tun sie interaktiv? Wie dies funktioniert und was das mit Geschlecht zu tun hat, ist Gegenstand des Seminars.

 

Praxis Diskursanalyse | Seminar: 06LE42S-201805

Dr. Dominique Schirmer

Do 18:00-20:00 Uhr  Übungsraum 1 (KG IV)

 

Im Zentrum des Seminars steht, wie der Name verrät, die (konkrete) Arbeit mit diskursanalytischen Methoden. Hier gibt es unterschiedliche Zugänge (z.B. Fokus auf Diskurs, Interdiskurs, Dispositiv, Situation) und zahlreiche medienbezogene Spezialisierungen (z.B. soziale Medien, Online-Medien, Film und Video, Text). Wir arbeiten mit zwei Zugängen (Jäger/Keller sowie Clarke) und, gegebenenfalls, mit unterschiedlichen Medien und zu unterschiedlichen Zeiten. Gemeinsames Thema der Analysen ist der §218.

Parallel zu diesem Seminar findet am gleichen Tag ein Theorieseminar zu Diskurs und Diskurstheorien statt. Wer sich intensiv mit dem Thema Diskurse und Diskursanalyse aus soziologischer Perspektive befassen möchte, kann die Veranstaltungen kombinieren; Es ist aber ebenso möglich, eines der beiden Seminare zu besuchen.

 


Modul: Gender in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften

 

Masterseminare zu Geschlechterkonstruktionen

Migration, gender and development - Perspectives from the Global South | Seminar: 06LE34S-ID124542-1 | 

Dr. Stefan Rother

Mi 10 - 12, HS 1222 

The public, policy but also academic debate on migration is to a large extent dominated by a perspective from the Global North. According to this Western-/Eurocentric discourse, migrants and refugees originate mostly from “underdeveloped” countries in the so-called Global South and their primary goal is to reach the fully “developed” Western countries. This perspective ignores elementary empirical findings, according to which most movement takes place within regions, with South-South migration making up a particularly large percentage. Beyond that, the narrow framing focusing on Westphalian state models, stereotypical gender attributions and remittance-focused discourses on development does not take into account alternative definitions and conceptualizations of migration, gender and development. The aim of this seminar is to question central concepts within dominant “migration narratives”.  To achieve this, students will develop a WIKI that defines and discusses concepts such as “diaspora”, gender”, “forced displacement” and continuously reflect on them, taking into account perspectives from the Global South.

To provide these perspectives, the first half of the seminar will consist of several webinars, where members of the Interdisciplinary Fellow Groups (IFG) on Migration, Mobility and Forced Displacement, will give presentations and discuss with students in Freiburg and Accra.

The IFG is based at the Maria Sibylla Merian Institute for Advanced Studies in Africa (MIASA), which is an international research center at the University of Ghana in Legon, Accra

https://www.arnold-bergstraesser.de/en/news/1st-interdisciplinary-fellow-group-ifg

In the second half of the seminar, participants will identify topics based on the webinar discussions and their WIKI entries and develop research questions around which they organize sessions taking place at the University of Freiburg.

 

Queer Pop | Seminar: 05LE54S-163 |

Dr. Bettina Papenburg

Mo 12 - 14 c.t., HS 1134

 

Das englische Wort „queer“ ist sowohl ein Substantiv als auch ein Adjektiv und ein Verb. Seit dem späten neunzehnten Jahrhundert wird das Substantiv „queer“ als abwertende Bezeichnung für eine(n) Homosexuelle(n) verwendet. In den frühen 1990er Jahren erfährt der Begriff mit dem Aufkommen der Queer Theory in den USA eine Umwertung: Vertreter*innen des Forschungsansatzes feiern die Abweichung von der sexuellen Norm und verabschieden sich von Normativität und Normierung; sie weiten den Begriff „queer“ aus und schließen die intentionale Unterwanderung von sozialen Konventionen sowie das bewusste und strategische Durchkreuzen von Kategorien- und Klassifikationssystemen mit ein und eröffnen auf diese Weise neue Räume für das Denken und die Lebensführung.

Im Seminar untersuchen wir einerseits den Beitrag zur Populärkultur, den queere Filmemacher*innen, Schriftsteller*innen, Fotograf*innen, Performer*innen und Musiker*innen geleistet haben. Welche neuen Formen des Umgangs mit überlieferten Ideen von Weiblichkeit und Männlichkeit eröffnen Filme wie Velvet Goldmine, Boys Don’t Cry und Laurence Anyways, Romane wie Dawn und The Book of Phoenix, die Fotografien von Robert Mapplethorpe und die Performances von Ron Athey? Wie setzen queere Popstars wie David Bowie, Lady Gaga und Janelle Monáe ihre Berühmtheit, Mode, Performance und ihre geschlechtliche Ambivalenz ein, um vieldeutige Botschaften über neue Muster von Gender, „race“, Klasse und Begehren und sogar über die Grenzen des Menschlichen zu verfertigen und zu übermitteln? Andererseits befassen wir uns mit ausgewählten Positionen von queeren Theoretiker*innen wie Sara Ahmed, Judith Butler, J. Jack Halberstam, Eve Kosofsky Sedgwick und José Esteban Muñoz und vielen anderen, die aus ihrer marginalen Positionierung heraus besonders klarsichtige Analysen und scharfsinnige Interpretationen von kulturellen Phänomenen vorgelegt haben. Wie können negative Affekte wie Scham, Versagen und Depression produktiv gemacht werden? Welche Utopien offerieren medienkulturelle Ausdrucksformen, die unter den Etiketten Afrofuturismus, Gaga feminism und Black Atlantic speculative fiction verhandelt werden?  

 

Diskurs und soziologische Diskurstheorien  | Seminar: 06LE42S-2019007 

Dr. Dominique Schirmer

Do 14:00-16:00 Uhr  Übungsraum 1 (KG IV)

 

Im Seminar befassen wir uns mit Diskurstheorien. Hier betrachten wir im Wesentlichen (für die deutschsprachige Soziologie) “klassische” Texte, wenden uns aber auch weiteren diskurstheoretischen Perspektiven zu (Laclau/Mouffe, Butler).

Parallel zu diesem Theorieseminar findet am gleichen Tag ein Methodenseminar zur Praxis Diskursanalyse statt, das sich mit methodischen Zugängen befasst (worauf zielt Diskursanalyse; was kann mit der Analyse von Diskursen erhoben werden) und in dessen Zentrum die konkrete Analysearbeit steht. Wer sich intensiv mit dem Thema Diskurse und Diskursanalyse aus soziologischer Perspektive befassen möchte, kann die Veranstaltungen kombinieren; Es ist aber ebenso möglich, eines der beiden Seminare zu besuchen.

 

Praxis Diskursanalyse | Seminar: 06LE42S-201805

Dr. Dominique Schirmer

Do 18:00-20:00 Uhr  Übungsraum 1 (KG IV)

 

Im Zentrum des Seminars steht, wie der Name verrät, die (konkrete) Arbeit mit diskursanalytischen Methoden. Hier gibt es unterschiedliche Zugänge (z.B. Fokus auf Diskurs, Interdiskurs, Dispositiv, Situation) und zahlreiche medienbezogene Spezialisierungen (z.B. soziale Medien, Online-Medien, Film und Video, Text). Wir arbeiten mit zwei Zugängen (Jäger/Keller sowie Clarke) und, gegebenenfalls, mit unterschiedlichen Medien und zu unterschiedlichen Zeiten. Gemeinsames Thema der Analysen ist der §218.

Parallel zu diesem Seminar findet am gleichen Tag ein Theorieseminar zu Diskurs und Diskurstheorien statt. Wer sich intensiv mit dem Thema Diskurse und Diskursanalyse aus soziologischer Perspektive befassen möchte, kann die Veranstaltungen kombinieren; Es ist aber ebenso möglich, eines der beiden Seminare zu besuchen. 

 

Liebe und Sexualität (Foucault, Luhmann) | Seminar: 06LE32S-19115HS | 

Prof. Dr. Wilhelm Metz

Verschiedene Termine

 

Michel Foucault behandelt die ars erotica im Zeitalter des Hellenismus, die als Lebenskunst aufgetreten ist, dank der der Mensch den Gebrauch seiner Lüste im Sinn gelingenden Lebens gestaltet. Gegenüber der scientia sexualis, die sich nach Foucault in der späteren abendländischen Tradition etabliert und bis in die Moderne fortgesetzt hat, stellt die lustbejahende >Sorge um sich<, die Foucault anhand antiker Quellen untersucht, eine Alternative und auch Herausforderung dar. Während sich Foucault mit den Diskursen über Lust und Sexualität auseinandersetzt, aber nicht damit, wie die Menschen geliebt haben, scheint Niklas Luhmann genau dieses Thema aufzugreifen. Angesichts der modernen Gesellschaft spricht Luhmann von einem System „Liebe und Intimbeziehungen“, welches er in seiner historischen Genese beleuchtet. Intimität nämlich ist in verschiedenen Gesellschaften auf unterschiedliche Weise >codiert< worden. Beide Autoren sind nicht nur für das Thema im engeren Sinn höchst ergiebig, sondern sie gewähren tief gehende Einblicke in die moderne Gesellschaft sowie ihre >Vorgänger-Gesellschaften<. Das Seminar möchte zur selbständigen Reflexion dieses Kernthemas menschlicher Existenz anregen.

 

Gender, Sprache, Kommunikation | Deutsches Seminar, 05LE10S-1912009

Dr. Claudia Schmidt

Do, 10:15–11:45, HS 3305 (Kollegiengebäude III) 25.04.–25.07.2019

 

In diesem Seminar werden die wichtigsten Ansätze und Forschungserbnisse der aktuellen Genderlinguistik behandelt. Zunächst erarbeiten wir den forschungshistorischen Hintergrund dieser linguistischen Teildisziplin und setzen uns dann mit den grundlegenden Konzepten doing und undoing gender sowie indexing gender auseinander. Darauf aufbauend sollen ausgewählte empirische Untersuchungen u.a. zu den Themenbereichen gendergerechter Sprachgebrauch, Gender in Gesprächen sowie Gender in alten und neuen Medien diskutiert werden.

Zwingende Voraussetzung: Anwesenheitspflicht (maximal zwei entschuldigte Fehltermine).

Studienleistung: aktive Teilnahme und Beteiligung an einer Sitzungsgestaltung

Schriftliche Prüfungsleistung: Hausarbeit von 20-25 Seiten (10 ECTS) bzw. 15-20 Seiten (8 ECTS) bzw. 12-15 Seiten (6 ECTS); Abgabe bis spätestens 1.10.2019

Als grundlegende Literatur empfehle ich: Kotthoff, Helga/Nübling, Damaris/Schmidt, Claudia (2018): Genderlinguistik. Eine Einführung in Sprache, Gespräch und Geschlecht. Tübingen: Narr Francke Attempto.

 

Dynamics of Inequalities in a Global Perspective | 06LE42S-2016010 | Veranstaltung

Prof. Dr. Manuela Boatcă

Mo 16:00 - 18:00, Übungsraum 1 (KG IV)

Patterns of inequality associated with global capital have been reconfigured in different contexts and have historically produced varied results. Yet treatments of global inequality commonly take Euro- and U.S.-centric models of linear development and comparisons of national income and its distribution as a point of departure for analysis. In order to explain how complex socioeconomic hierarchies including, but not limited to class, reinforce inequalities among social groups around the globe, the class deals instead with recent approaches that transcend Euro- and U.S.-centric models of analysis and trace contemporary patterns of inequality back to the history of imperial and colonial power. The goal is to reintroduce into the scholarly dialogue on inequality a broader understanding of ascriptive hierarchies of race, gender, caste, and national citizenship and their relationship to colonial conquest, enslavement and labor migrations as interrelated contexts of the global production and reproduction of inequality patterns.

 

Intellektuelle und Pop in den 1990er Jahren | Seminar: 06LE42VG-MSGSK.S2019.1

Christa Klein

Montag, 18:15–20:45, Mediaraum KG IV, 5. OG, Institut für Soziologie (nach der Glastür links geradeaus)

Pop gilt als „distinktiver intellektueller Selbstentwurf der 1980er Jahre“ (Geer 2014). Was aber wurde im Laufe der 1990er Jahre daraus? Oder: Was haben Grunge und Brit Pop, Rave-Techno, Riot Grrrls und Hip Hop mit Intellektuellen der 1990er zu tun? In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der Überschneidung von Pop- und Intellektuellengeschichte zwischen 1989 und 2001. Wir gehen von Zeitschriften wie Spex, Groove und Testcard aus, analysieren Debatten und Lebenswege, soziale Hintergründe, mediale Kontexte, Orte und Netzwerke von Popintellektuellen. Dabei konzentrieren wir uns auf Fragen rund um Gender, Race, Class, DisAbility und den Einfluss sozialen Wandels auf die Interaktion zwischen Intellektuellen und Pop.

Einführende Literatur: Daniel Morat: Intellektuelle und Intellektuellengeschichte, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 20.11.2011, URL: http://docupedia.de/zg/Intellektuelle_und_Intellektuellengeschichte?oldid=125868; Ingrid Gilcher-Holtey: Prolog, in: Dies.: Eingreifende Denkerinnen. Weibliche Intellektuelle im 20. und 21. Jahrhundert, Tübingen 2015, S. 1–16; Bodo Mrozek: Popgeschichte, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 6.5.2010, URL: http://docupedia.de/zg/Popgeschichte?oldid=75533; Alexa Geisthövel, Bodo Mrozek (Hg.): Popgeschichte, Bd. 1: Konzepte und Methoden. Bielefeld 2014, Dies., Jürgen Danyel (Hg.): Popgeschichte, Bd. 2: Zeithistorische Fallstudien 1958–1988. Bielefeld 2014. Sheila Whiteley (Hg.): Sexing the Groove. Popular Music and Gender, London/New York 1997; Lu Seegers (Hg.): Hot Stuff. Gender, Popkultur und Generationalität in West- und Osteuropa nach 1945, Göttingen 2015.

 


 

Modul: Gender in den Technik-, Natur- und Medizinwissenschaften

 

Ringvorlesung Gender in den Technik-, Natur- und Medizinwissenschaften / Lecture Series Gender in Technology, Science and Medicine | 11LE13RI-1330

Prof. Dr. Anelis Kaiser Trujillo, Prof. Dr. Evelyn Ferstl

Di 16:00 - 18:00, SR 00 014 (G.-Köhler-Allee 078)

 

Diese Ringvorlesung führt in Themen der Genderforschung in den Technik- und Naturwissenschaften ein. Gastdozent_innen aus verschiedenen Disziplinen geben einen Überblick über ihren speziellen Forschungsbereich im Hinblick auf gender-relevante Fragestellungen. Die Veranstaltung ist vor allem für Studierende der Genderforschung konzipiert, es sind jedoch alle Interessierten herzlich willkommen.

 

Lektürekurs zur Ringvorlesung Gender in den Technik-, Natur- und Medizinwissenschaften  11LE13Ü-1330 

Prof. Dr. Anelis Kaiser, Prof. Dr. Evelyn Ferstl

Di 15 - 16, SR 00 006 (G.-Köhler-Allee 051)

In dieser Übung werden Veröffentlichungen der geladenen Referent_innen mit der Methode des "close readings" analysiert und diskutiert.
Obligatorisch zur Ringvorlesung.

 

Masterseminare zu Gender in den Technik-, Natur-, und Medizinwissenschaften

Seminar am Lehrstuhl Gender Studies in MINT | 11LE13S-7320a | Veranstaltung

Prof. Dr. Anelis Kaiser Trujillo, Dr. Lisa Maria Asplund, Dr. Tuan Leng Tay

Fr 8:00-10:00 Uhr, SR 01 018 (G.-Köhler-Allee 101)

 

Dieses Seminar konzentriert sich auf die Untersuchung der Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen von MINT. Zunächst untersuchen wir, wie und ob Fragen der Gleichstellung der Geschlechter in unseren eigenen Bereichen des Studiums und der Forschung eine Rolle spielen. Wir werden uns der Frage stellen, warum wir immer noch der Unterrepräsentation von Mädchen und Frauen in den Bereichen Naturwissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik gegenüberstehen. Wir werden eingehend ausgewählte Publikationen aus Soziologie, Geschichte, Gender Studies und Technologiewissenschaften durchgehen, um die Gründe und Herausforderungen nicht nur der Geschlechterungleichheit in MINT zu verstehen, sondern auch der Ungleichheiten, die Diversity insgesamt betreffen. Wir werden zum Beispiel die „Intersektion“ von Geschlecht, Ethnie und kulturellen Grenzen in der Informatik diskutieren. Schließlich werden wir uns auch mit Fragen zu den (hochschulpolitischen) Auswirkungen befassen, die auf die Erhöhung der MINT-Beteiligung von Frauen abzielen.

 

Genderaspekte in der Kognition | 03LE19S-ID021102

Prof. Dr. Evelyn Ferstl

Di 10:15–11:45, R-1 017 (Hebelstr. 10)


 


 

Modul: Gender in Kultur und Wissenschaft

 

Vorlesung "Freiburger GeschlechterStudien" mit Begleitseminar – 06LE42VG-VFGB

Dr. Marion Mangelsdorf (ZAG, Freiburg) und Sandra Lang (ZQF, Zürich)

––– Anmeldungen wegen begrenzter Teilnehmer*innenzahl erbeten bis zum 15.03.2019 –––



Begleitseminar "On-/Offline: Gender and Body Performances"

Zur Thematik:
Das hier beschriebene Masterseminar rahmt das Symposium »Digitalisierung mitdenken – mitgestalten«, das von den Freiburger Gender Studies am Zentrum für Anthropologie und Gender Studies (ZAG) in Kooperation mit dem städtischen Projekt digital Freiburg sowie der Open Gender Plattform und des Open Gender Journals (OGJ) des Margherita-von-Brentano-Zentrums an der FU Berlin organisiert wird.
Das Seminar setzt mit Blick auf das Symposium Schwerpunkte, in dem es fragt, wie Gender- und Körperperformances im und durch Digitalisierungsprozesse Veränderungen erfahren. Wie können diese mitgestaltet werden? Was geschieht im Wechselspiel von on-/offline Modus? Wie beeinflusst die virtuelle die reale Welt und vice versa oder verschwimmen die Grenzen zunehmend? Weitere Foki zu folgenden Fragen stimmen wir miteinander ab: Wie wird unsere Kommunikation, unsere Beziehung zu uns, zu unseren Mitmenschen, zu Sexualität, Arbeit, Wissen und Umwelt durch Digitalisierungsprozesse beeinflusst?

Struktur, Zeit und Orte des Blockseminars:
Das Seminar ist aufgeteilt in Analog-Raum / Digital-Raum / Frei-Raum


Analog-Raum
Unsere Basis ist der Seminarraum des Zentrums für Anthropologie und Gender Studies (ZAG) in der Belfortstr. 20
Dort finden statt:
Fr 03.05. 10–14 Uhr Vorbesprechung (verpflichtend für Alle, die teilnehmen möchten!)
. Hier klären wir Fragen zu: Wie gestalten wir das Seminar on-/offline und digital/analog? Welche Texte lesen und schreiben wir? Wie werden wir darüber hinaus aktiv?
Fr 17.05. 10–14 Uhr Block I Geschichte des Cyberspace mit Passagen aus (Feminist) Science Fiction
Fr 31.05. 10–16 Uhr Block II Schöne neue Cyberwelt zwischen Utopien und Dystopien? – Möglichkeiten, Grenzen und Herausforderungen für Gender- und Körperperformances
12.07. 10–16 Uhr Block III Präsentationen und Abschluss

Darüber hinaus ist eine Exkursion voraussichtlich am Samstag 01.06. zum Vitra Museum nach Weil am Rhein geplant (freiwillige Teilnahme für Interessierte!). Näheres dazu wird bei der Vorbesprechung bekannt gegeben. 
Ein weiterer Analog-Raum stellt das Symposium dar.

Digital-Raum
Online werden verschiedene Lehreinheiten, Videos und Materialien zur Vertiefung der im Analog-Raum diskutierten Texte/Materialien und Anregungen für die Freiarbeit zur Verfügung gestellt. Außerdem werden die Vorträge des Symposiums aufgezeichnet und im Digital-Raum zur Verfügung gestellt (für Studierende, die das Gender Training am 28.06.2019 bei Jennifer Moos besuchen möchten, das bedauerlicherweise parallel zum Symposium stattfindet, ist damit die Möglichkeit eingeräumt, sich dennoch mit den Symposiumsinhalten zu beschäftigen!).

Frei-Raum
Dieser bietet Raum zur Freiarbeit. Es können Interviews geführt, ein eigener Block aufgesetzt, performativ-kreativ gearbeitet werden, ob mit Fotos, Videos oder wie auch immer. Einzel- ebenso wie Gruppenarbeit ist möglich!


Symposium Digitalisierung mitdenken – mitgestalten
Zur Thematik: Digitalisierung ist keinesfalls ein neutraler technischer Selbstläufer, sondern vor allem ein gesellschaftlicher Prozess, deren Akteur*innen ihn in verschiedene Richtungen vorantreiben, steuern, kontrollieren, diskutieren und verhandeln. Kaum ein Begriff verfügt aktuell über eine derartige Verbreitung und diskursive Offenheit wie die Digitalisierung. Unter diesem in seiner Bedeutung nicht ganz abschließend geklärten Dachbegriff vereinen sich zahlreiche technologische, politische, soziale, künstlerische, ökonomische, rechtliche und praktische Fragen und Szenarien, die oftmals nahtlos in Dystopien bzw. Utopien aufgehen. Das Symposium versammelt Menschen aus Wissenschaft, Kunst und Politik, um über Chancen und Herausforderungen der Digitalen Zukunft zu diskutieren.
Zeit und Ort des Symposiums: 28.06.2019, Veranstaltungssaal der Universitätsbibliothek, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (das Programm wird noch über diese Website bekannt gegeben!)

Genauere Seminarbeschreibung als PDF

Gender- und Diversity Training | Seminar, 06LE42S-SGT

Jennifer J* Moos

Fr., 24. Mai 2019, 9:00h - 12:00h und 14:00h - 17:00h, Belfortstr. 20 (ZAG)

Fr. 28. Juni 2019, 9:00h - 12:00h und 14:00h - 17:00h, Belfortstr. 20 (ZAG)

Was meinen wir, wenn wir von Diversity reden? Welche Persönlichkeitsmerkmale und Dimensionen sind relevant? Was unterscheidet und was verbindet Antidiskriminierungs- und Managementansätze? Wie können wir theoretische Gender- und Diversity-Modelle in berufliche Praxis übersetzen? Das zweitägige Training sensibilisiert für Gender und Diversity als Querschnittsaufgabe in Organisationen und Gesellschaft. Dabei widmen wir uns sowohl der Herkunft und den Inhalten unterschiedlicher Diversity-Konzepte also auch den damit verbundenen Potentialen. 

Das Training richtet sich insbesondere an Studierende des Master-Studiengangs Gender Studies. Die Bereitschaft zur Selbstreflexion ist willkommen. Nach dem erfolgreichen Absolvieren des Trainings erhalten die Teilnehmenden ein persönliches Teilnahmezertifikat. 

ECTS-Punkte können durch die Entwicklung, Durchführung und Dokumentation einer eigenen Sensibilisierungsübung erlangt werden. Die Übung wird am zweiten Trainingstag zusammen mit allen Teilnehmenden erprobt.

 

 


 

 

Modul: Forschungspraxis

 

Forschungskolloquium Gender Studies| 11LE13K-1331TF | Veranstaltung

Prof. Dr. Anelis Kaiser Trujillo, Dr. Marion Mangelsdorf, Christa Klein
Di, 10–12 Uhr c.t., Belfortstr. 20

In diesem Kolloquium werden Master-Studierende über laufende Forschungsprojekte (Fragestellung, Theorien, Methoden, Quellen, Ergebnisse) berichten und die Gelegenheit haben, ihre Arbeit kritisch und konstruktiv zu diskutieren. Es ist angedacht, dass auch geladene Forschende oder Mitarbeitende des ZAGs ihre aktuelle Forschung präsentieren. 

 

30.04.2019   10–12:00 Einführung, Terminabsprache, Themensammlung

14.05.2019   10–12:00 Balthazar Bender: Doing Nonbinary Gender I

17.05.2019   16–18:00 Schreibwerkstatt mit Marion Mangelsdorf

28.05.2019   10–12:00 Franziska Kleintges: Queer/Class I

04.06.2019   10–12:00 Mona Kraus: Entromantisierung der Liebe seit 1968 zwischen

                                     politischen Ansprüchen und individuellen Bedürfnissen

18.06.2019   10–12:99 Isabell Schaub: Sexualisierte Gewalt gegen Männer I

26.06.2019   10–12:00 Veronika Brunninger: Bisexuelle Liebesbeziehungen

16.07.2019   10–12:00 Isabell Schaub: Sexualisierte Gewalt gegen Männer II

 


Modul: Lehrpraxis

Mitwirkung bei einer Lehrveranstaltung/Durchführung einer Lehrveranstaltung

In Absprache mit Christa Klein

 

 


 

Weitere interessante Veranstaltungen, die zusätzlich belegt werden können

 

Gesellschaftstheorien | Vorlesung: 06LE42V-ID113942 |

Prof. Dr. Nina Degele

Di 14 -16 (Seminarvorlesung),R -1 017 (Hebelstraße 10), Di 16 -18 Uhr (Tutorate) 

Gesellschaft ist ein, wenn nicht der Grundbegriff der Soziologie. Dass es sich bei der gegenwärtigen Gesellschaft westlicher Prägung um eine moderne Gesellschaft handelt, ist zwar unumstritten, was damit gemeint ist, allerdings nicht. Beschäftigten sich die Klassiker der Soziologie mit Phänomenen und Erfahrungen der Entfremdung, Spezialisierung, Vereinzelung und Bürokratisierung, welche als Preis der Moderne die neue Krisenwissenschaft Soziologie auf den Plan rief, diskutieren aktuelle theoretische Perspektiven darüber hinaus Probleme und Kosten, die mit Modernisierungsgewinnen und sozialen Ungleichheiten verbunden sind – auch über nationalstaatliche Zusammenhänge hinaus. In dieser Veranstaltung werden wir zum einen zentrale Charakteristika moderner Gesellschaften und Mechanismen der Modernisierung in einen systematischen Kontext stellen. Zum anderen greifen wir aktuelle Phänomene auf und testen daran die Tragfähigkeit gesellschaftstheoretischen Begriffswerkzeugs. Die Veranstaltung richtet sich an B.A.-Studierende der Soziologie im zweiten Semester. Organisatorische Hinweise zum Ablauf (Tutorate, Reader, Einschreibung in TutorInnengruppen, Termine) gibt es in der ersten Stunde.

 

 

Political Correctness | Vorlesung: 06LE42V-2019001

Prof. Dr. Nina Degele

Mo 16 -18 Uhr, HS 1199 KGI

Political Correctness steht für eine Haltung und Sprache, die Ausschlüsse, Abwertungen und Beleidigungen vor allem marginalisierter Gruppen sanktioniert. Wer den Begriff in einer solchermaßen wertschätzenden Weise gebraucht, positioniert sich als aufgeklärt, naiv, unvorsichtig oder – die Gender Studies können davon ein Lied singen – doktrinär. Spätestens seit den Wahlerfolgen nationalkonservativer Parteien in Deutschland, Europa, den USA und darüber hinaus steht Political Correctness als Kampfbegriff rechter Strömungen wieder auf der Agenda. Was macht Political Correctness so explosiv? Eine neutrale Verwendungsweise des Begriffs gibt es nicht: Für und gegen Political Correctness positionieren sich Linke, Rechte, Liberale, Konservative, Radikale und Gemäßigte. Es sind die jeweiligen Kontexte, die die Debatten mit je spezifischen Bedeutungen versehen. Nicht nur: Was wird wie gesagt? Sondern auch: Wer spricht wann und wo für wen? Die Positionierung zu Political Correctness steht in Zusammenhang mit sozio-ökonomischer Zugehörigkeit einerseits und historisch-räumlichen Kontexten andererseits.

Vor diesem Hintergrund gebe ich in dieser Vorlesung einen Überblick zur Entwicklung von Haltungen und Konzepten rund um Political Correctness vor allem in den USA und in Deutschland. Den Rahmen dafür bieten Theorien aus dem Kontext von Soziologie, Gender Studies, Queer und Postcolonoial Studies, Sprach- und Medienwissenschaften mit Arbeiten zu Populismus, identity politics und sozialen Ungleichheiten; Medien, postfaktisch und fake newshate speech, symbolischer Gewalt und Enthemmung, genderrace und microggressions. Die Kontroversen dazu deuten auf eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung in emanzipatorisch-liberale und vor sich vor allem ökonomisch abgehängt fühlende Bevölkerungsgruppen hin – was ich für eine gesellschaftliche Standortbestimmung nutzen will. 

 

Diversity-Kompetenz – Einführung in Diversity und Diversity Management | 00LE55T-BOK-2234 | Veranstaltung

Felix Wittenzellner

Verschiedene Termine 

Wir leben in einer vielfältigen Gesellschaft: Menschen haben individuelle Fähigkeiten und Talente, unterschiedliche kulturelle oder religiöse Hintergründe, Lebensformen und -erfahrungen, sind verschiedenen Alters und Geschlechts. Ein vorurteils- und diskriminierungsfreier Umgang mit Vielfalt in einer modernen Gesellschaft gehört zu den heute geforderten Schlüsselkompetenzen.