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"Prinzip Katamaran" am 17. und 18. November

"Prinzip Katamaran und andere Identitäten" am Do, 17. mit anschließender Diskussion und Fr, 18. November 2016 um 20 Uhr im Peterhofkeller in der Niemensstraße 10 in 79098 Freiburg

"Prinzip Katamaran und andere Identitäten" - Eine auswegreiche Irrfahrt -

Das Theaterstück ist der Monolog einer Figur, die sich weder als Frau noch als Mann versteht und sich als Zwischenwesen konstruiert: als „Gnoi“. Das ist neu. Aus seiner Heimat Gnoien ausgewandert lebt es nun in Katamaranien. In Gnoien wurde zwischen „Lautstimmlern“ und „In-die-Luft-Guckern“ unterschieden. Die Welteinteilung in Katamaranien ist nach dem Prinzip des Katamarans bipolar organisiert: Frau vs. Mann, Nacht vs. Tag usw. Die Identitätssuche des Gnois befindet sich im Dazwischen der Geschlechter und im Grau der Dämmerung, dem luftleeren Nichts zwischen diesen beiden stabilen Rümpfen des schwebenden Schiffskörpers.


Das Stück verhandelt die Selbstbehauptung innerhalb der kulturellen Vorgaben des neuen Ortes – auf eine melancholische Weise der Selbstbeobachtung.
Heimat ist nicht Herkunft, sondern die Utopie: Heimat ist dort, wo ich verstanden werde und anwesend sein kann.
Neu ist die Vermittlung von queeren Inhalten in einer eingängigen Sprache:

Das Stück führt verspielt an das Thema sexuelle Identitäten und das Fremdfühlen in (familiären) Kontexten und Gesellschaften heran, über das Mittel der Empathie. Durch die Kombination des einfachen Spiels mit musikalischer Kommunikation entsteht eine wohnzimmermäßige Nähe, in der sich das Publikum dem Thema Fremdsein in Geborgenheit nähern kann. Die Inszenierung erschafft eine plurale Logik in einem utopischen Raum.

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