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Weitere Veranstaltungshinweise & Ankündigungen

Deutschlandweite Veranstaltungen

 

September

 

Intersektionale Sexualpädagogik: Bundeskonferenz "Sexuelle Bildung und Flucht"

 

26.- 27.09. Bundessprachenamt Naumburg

Die Hochschule Merseburg und der Burgenlandkreis laden Sie herzlich zur Bundeskonferenz „Sexuelle Bildung und Flucht“ vom 26.-27. September 2019 in Naumburg (Saale) ein.

Themen wie Liebe und Partnerschaft, Sexualität, die eigene geschlechtliche Identität und das Verhältnis zwischen den Geschlechtern gehören zum Menschsein elementar dazu. Trotzdem herrscht in sexualpädagogischen Fachkontexten oft Unsicherheit darüber, wie diese Themen auch mit geflüchteten Menschen behandelt werden können. Die Bundeskonferenz „Sexuelle Bildung und Flucht“ wird deshalb in Vorträgen, Workshops, Podiumsdiskussionen und Filmvorträgen Wege zu einer gelingenden Sexuellen Bildung im Kontext Flucht aufzeigen. Die Konferenz bündelt herausragende Expertise aus Theorie und Praxis: Die Hochschule Merseburg ist mit den deutschlandweit einzigartigen Studiengängen in Angewandter Sexualwissenschaft und Sexologie führend auf dem Gebiet der Sexuellen Bildung. Der Burgenlandkreis wiederum hat als bisher einziger Landkreis in Deutschland ein umfassendes Konzept zur Sexuellen Bildung im Kontext Flucht erarbeitet und umgesetzt und konnte dabei viele Erfahrungen in der Arbeit mit  Fachkräften, Einrichtungen und Geflüchteten zum Thema Sexualität sammeln.

weitere Infos: https://www.hs-merseburg.de/hochschule/information/weiterbildungsangebote/tagungen/bundeskonferenz-sexuelle-bildung-und-flucht/

 

 

Frauen in MINT - Möglichkeiten und Grenzen von Gleichstellung in Schule, Hochschule, Weiterbildung und Beruf

 

26. - 27.09.2019 an der OTH Amberg-Weiden am Standort Weiden in der Oberpfalz

Im Mittelpunkt des Symposiums steht die Frage nach Potentialen von Gleichstellungs- und Talentfördermaßnahmen im MINT-Bereich und ihren Grenzen, bezogen auf verschiedene Bildungs- und Lebensphasen - vom Beginn des Schuleintritts über das Studium bis hin zur Weiterbildung und der MINT-Berufswelt. An welchen Stellen des Bildungssystems bestehen Chancen und an welchen Stellen Risiken in Bezug zur Frauen- und Talentförderung im MINT-Bereich?

Das zweitägige Symposium richtet sich bundesweit an Schulen sowie Hochschulen, Unternehmen, Stiftungen und weitere Bildungsinstitutionen, die Talentfördermaßnahmen durchführen und insbesondere weibliche MINT-Talente stärken wollen.

Anmeldung bis 6.9.19!

weitere Infos: https://www.mint-maedchen-projekt.de/veranstaltungen/symposium-frauen-in-mint/ 

 


 

Oktober

Tagung: Fußball und Geschlecht - Marie Jahoda Center for International Gender Studies

 

1.-2. Oktober 2019, Bochum

Fußball ist längst als Forschungsgegenstand der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften etabliert. Er gilt dabei gemeinhin als letztes Refugium der Männlichkeit, das Männer erhalten und Frauen erobern wollen. Dem komplexen wie vielschichtigen Verhältnis von Fußball und Geschlecht möchten wir eine eigene inter-und transdisziplinäre Tagung widmen, die Wissensbestände und Diskurse aus Wissenschaft und Praxis in Austausch bringt. Diese findet als Kooperation des Marie Jahoda Centers for International Gender Studies an der Ruhr-Universität Bochum, der LAG Fanprojekte NRW und der Heinrich Böll Stiftung NRW statt.

weitere Infos: https://mariejahodacenter.rub.de/wp-content/uploads/2019/08/MaJaC_Fussball_und_Geschlecht.pdf

 

 

„Technik – Medien – Geschlecht revisited: Die Bedeutung von Gender in digitalisierten Medienwelten“

- Jahrestagung der Fachgruppe „Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK)

 

2.10.-4.10.19 Münster

Die Auseinandersetzung mit Technik hat eine lange Tradition in der Medien- und Kommunikationswissenschaft. Einen wichtigen Zugang bildet dabei die Beschäftigung mit der Frage, wie Medientechnologien sozial und kulturell konstruiert werden, denn das Verständnis und die Nutzung von Medientechnologien beruht nicht primär auf ihren technologischen Potenzialen, sondern auf den Bedeutungen, die ihnen gesellschaftlich zugeschrieben und damit auch in die Technik eingeschrieben werden. Geschlecht spielt dabei als Kategorie, die über Partizipation, Aneignungsweisen und gesellschaftliche Relevanz medientechnologischer Neuheiten mitbestimmt, eine zentrale Rolle. Eng an diese Perspektive schließt sich die Frage an, inwiefern das Aufkommen neuer Medientechnologien und -anwendungen Impulse für die Aushandlung von Geschlechterkonstruktionen jenseits binärer Zuschreibungen oder traditioneller Entwürfe von Weiblichkeit und Männlichkeit liefern kann. Vor diesem Hintergrund zielt die Tagung darauf ab, aktuelle Zusammenhänge zwischen der Konstruktion von Medientechnik und Geschlecht theoretisch und empirisch zu diskutieren.

Eine Anmeldung zur Tagung ist bis zum 01. September 2019 möglich.

weitere Infos und Anmeldung: https://www.uni-muenster.de/Kowi/medien-geschlecht-2019/medien-geschlecht-2019.html

 

 

Abschlussveranstaltung REVERSE – Krise der Geschlechterverhältnisse?
Antifeminismus als Krisenphänomen mit gesellschaftsspaltendem Potenzial 

 

09. – 10.10.2019 in Marburg an der Lahn, Philipps Universität Marburg

Nach zwei Jahren Laufzeit möchten wir nun die Ergebnisse des REVERSE Projekts im Oktober 2019 in Marburg vorstellen. Neben einer Ergebnispräsentation der fünf Fallstudien:

  • „Ethnisierung von Sexismus. Figurationen des Anti-Feminismus nach Köln“

(Leitung: Dr.in Barbara Grubner und Denise Berggold-Caldwell)

  • „Wissenschaft: Anti-‚genderistische‘ Argumentationen im akademischen Kontext“

(Leitung: Dr.in Marion Näser-Lather)„Sexualpädagogik: Der Kampf um sexuelle Bildung als Krisensymptom“ (Leitung: Prof. in Dr. in Susanne Maurer) 

  • „Mutterschaft: Mutterschaft und Geschlechterverhältnisse“

(Leitung: Dr. in Helga Krüger-Kirn)

  • „Geschlechterpolitik: Ehe für Alle“

(Leitung: Prof. in Dr. in Annette Henninger und Prof. in Dr. in Ursula Birsl) 


wird es auch um die Betrachtung der analysierten Querverbindungen gehen. Ebenso planen wir Raum zur gemeinsamen Diskussionen und Vernetzung ein.

Ein genaues Programm und weitere Informationen folgen in Kürze.
Anmeldung unter reverse@staff.uni-marburg.de bis 30.08.2019 

Weitere Informationen zum Projekt und den konkreten Inhalten der einzelnen Fallstudien sind unter https://www.uni-marburg.de/de/genderzukunft/forschung/reverse zu finden.

 

Tagung 'Denken - Sprechen - Gendern'

 

10. & 11.10.2019, Leibnizhaus Hannover 

Chancengleichheit für alle Personen zu ermöglichen, hat nach wie vor eine hohe Relevanz - es ist ein wichtiges gesellschaftliches Ziel mit (verfassungs-)rechtlichen Implikationen. Die Verwendung geschlechtergerechter Sprache ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung dieses Zieles.

Sprache ist das zentrale menschliche Kommunikationsmittel und hat nicht nur einen direkten, sondern auch indirekten Einfluss auf unser Miteinander. Sprache und Kognition sind eng miteinander verbunden: Unser Denken beeinflusst unsere Art und Weise zu sprechen und unsere Sprache beeinflusst unser Denken. Das Projekt "Geschlechtergerechte Sprache in Theorie und Praxis" stellt einen innovativen Zusammenschluss von Geisteswissenschaften, Medizin und Rechtswissenschaften dar und leistet einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der Verknüpfungen zwischen Sprache, Kognition und Recht(-setzung).

Die gewonnenen Erkenntnisse können eine Grundlage für Strategien auch im politischen und gesetzgeberischen Bereich bilden und so die Lücke zwischen Theorie und Praxis schließen.

Auf der Tagung referieren und diskutieren Vortragende aus verschiedenen Disziplinen und bieten hochaktuelle Einblicke in wegweisende wissenschaftliche Diskussionen und empirische Forschung.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie durch diese Tagung zu geschlechtergerechter Sprache Impulse für die praktische Anwendung ebenso erhalten wie Einblicke in deren rechtliche Umsetzungsmöglichkeiten und die uns allen bevorstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen.

Anmeldung bis 13.9.19 unter gendertagung@germanistik.uni-hannover.de

weitere Infos und Programm: https://www.jura.uni-hannover.de/fileadmin/jura/Fakultaet/Professuren/Prof._Dr._Brosius-Gersdorf/Dokumente/2019-07-03_Flyer_Denken-Sprechen-Gendern_Tagung.pdf 

 

 

Youthwork: „Sexualität und Gender im Einwanderungsland“

 

08.10. – 10.10.2019 in Frankfurt am Main

Seit Jahrzehnten halten Aidshilfen erfolgreiche Präventionsangebote für und mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor. Diese Angebote tragen der großen Nachfrage und dem hohen Bedarf an Information und Aufklärung dieser Zielgruppe bezüglich HIV, Hepatitiden und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten Rechnung.

Gleichzeitig erweiterten sich im Laufe der Jahre die Präventionsansätze im Kontext sexuell-übertragbarer Infektionen hin zu einer fortschrittlichen und differenzierenden Sexualpädagogik, die zu einer Enttabuisierung und Normalisierung unterschiedlicher sexueller Lebensweisen und Geschlechter beitragen kann.

Youthwork findet jedoch nicht im luftleeren Raum statt, sondern wird im Kontext laufender gesellschaftlicher Prozesse geleistet, die eine besondere Aufmerksamkeit verdienen. Dazu gehört auch, dass Deutschland eines der größten Einwanderungsländer der Welt geworden ist und dass den kulturell vermittelten Einstellungen zur Sexualität, zum Geschlecht, zum Körper eine neue Bedeutung zukommt, wenn unterschiedliche kulturell entstandene Wertesystem in einer Gesellschaft aufeinandertreffen. „Anders formuliert: Zuwanderung hat auch die Diversität an sexuellen Orientierungen, Moralen, Verhaltensstandards und Praktiken erhöht.“

In diesem Spannungsfeld bewegen sich AIDS-Hilfe Mitarbeiter_innen, die HIV-Prävention bei Jugendlichen innerhalb und außerhalb der Schule machen, seit vielen Jahren.

Deshalb sollen in diesem Konzeptseminar, nach einleitenden Grundsatzreferaten zum Thema „Sexualität und Gender im Einwanderungsland“, anhand der bestehenden und mitgebrachten Praxiserfahrungen die besten Ergebnisse gesammelt werden. Außerdem sollen auch die Bruchstellen und Konfliktpotentiale benannt werden, um gemeinsam Handlungskonzepte zu entwickeln, die die Arbeit erleichtern können.

Weitere Informationen und Anmeldung bis Freitag, 06.09.2019 unter:

https://www.aidshilfe.de/event/youthwork-aufbauschulung

 

 

Fachtag „Hate Speech in der Data Society“

hate speech

 

Universität Paderborn, 25.10.2019, 10:30 Uhr bis 16:45 Uhr (Hörsaal O1)

Aktuell wird in den Medien und der breiten Öffentlichkeit über eine zunehmende „Verrohung“ der Diskussionskultur durch diskriminierende Äußerungen und Botschaften in politischen und
gesellschaftlichen Debatten diskutiert. Gleichzeitig wird eine Zunahme persönlicher Angriffe in Form von Beleidigungen und Bedrohungen von Einzelpersonen ebenso wie von Bevölkerungsgruppen festgestellt, die für die persönlichen und beruflichen Biographien der Betroffenen oftmals gravierende physische und psychische Folgen haben. Zusammengefasst wird diese insbesondere in den digitalen Medien zu beobachtende Entwicklung meist unter dem Begriff „Hate Speech“ (Hassrede).
Diskriminierende und menschenverachtende Einstellungen und Äußerungen gegenüber einzelnen Bevölkerungsgruppen sind historisch keineswegs neu. Sie werden jedoch zunehmend offener artikuliert und haben durch die sozialen Medien eine neue Dimension erreicht, die eine demokratische und offene Diskussionskultur gefährdet.

Die Universität Paderborn hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Entwicklung, die auch Diskurse an Hochschulen beeinflusst, aufzugreifen: Am 25.10.2019 findet der Fachtag „Hate Speech in der Data Society“ statt, der von einem breiten Bündnis (Präsidium, Zentrum für Geschlechterstudien/Gender Studies, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte und AStA) veranstaltet wird. Im Rahmen von zwei Vorträgen mit anschließender Diskussion und drei Workshops soll über Hate Speech in ihren unterschiedlichen Ausprägungen informiert werden. Dabei werden sowohl empirische und theoretische Erkenntnisse zu Ursachen und Ausprägung von Hate Speech diskutiert als auch mögliche Umgangsweisen und Gegenstrategien sowie juristische Optionen innerhalb und außerhalb des digitalen Raumes aufgezeigt.

Weitere Infos: go.upb.de/hatespeech 

 


 

November

 

GSW-Jahrestagung – „Verborgene Sexualitäten 2“

 

02. November 2019 in Leipzig 

Die zunehmende Individiualisierung und Heterogenisierung der Gesellschaft hat nicht nur zu einer Legalisierung von vielfältigen und -geschlechtlichen Lebensformen geführt, sondern auch die sukzessive Auflösung traditioneller Geschlechterrollen bewirkt, mit bisher starren sexuellen Verhaltensmustern und Präferenzen. Vor dem Hintergrund der Selbstbestimmung, sexueller Gesundheit und sexuellen Wohlbefindens soll auch unser zweiter Fachtag – in Fortführung des ersten – Einblicke in sogenannte verborgene Sexualitäten, Sexualpräferenzen und Verhaltensweisen ermöglichen, die u.U. nur von kleinen Personengruppen praktiziert werden.

Aufgrund der recht hohen Teilnehmerzahlen, des ursprünglich nicht erwarteten Zuspruchs der Tagung „Verborgene Sexualitäten  1“ (27.10.2018), haben wir beschlossen, Teil  2 nicht erst 2020, sondern  – vielfachen Wünschen folgend  – bereits 2019 zu veranstalten. Auch die Themen des zweiten Fachtages sind wiederum vielfältig angelegt, ebenso wie die Erscheinungsformen von Solo- und Partnersexualität, mit oder ohne Equipment, ob als Mann, Frau oder divers. Ziel ist die Aufklärung und Information über teilweise sehr spezifische und oftmals von Vorurteilen und Diskriminierungen betroffene sexuelle Lebens- und Lustformen. Wir möchten Sie recht herzlich zu einer thematisch abwechslungsreichen interdisziplinären Tagung mit spannenden Einblicken in die unterschiedlichsten Forschungs- und Praxisfelder einladen.

Weitere Infos: https://sexualwissenschaft.org/tagungen-weiterbildungen/

 

 

Geld und Geschlecht – Tatsachen, Tabus und Träume: 
Jahrestagung des Netzwerks Frauen und Geschlechterforschung NRW

 

15.11.2019, Ruhr-Universität Bochum

„Über Geld spricht man nicht“ – mit diesem Tabu wird während der Jahrestagung aktiv gebrochen. Denn an diesem Tag werden die Machtbeziehungen zwischen monetären und vergeschlechtlichten Verhältnissen aus unterschiedlichen Perspektiven verhandelt. So sind in der Musik- und Literaturwissenschaft Geschlechterentwürfe entlang von Reichtum und Armut beliebte Sujets. In der Philosophie werden die Zusammenhänge zwischen Geschlecht und Geld problematisiert und Zukunftsträume von Gerechtigkeit formuliert. In den Wirtschaftswissenschaften wird danach gefragt, welche geschlechterbezogenen Unterschiede es bei der Teilhabe an wirtschaftlichen Entwicklungsprozessen gibt oder warum Gender Marketing so „gewinnbringend“ ist. Für die sozialwissenschaftliche Geschlechterforschung stehen Tatsachen wie Frauenaltersarmut oder der Gender Pay Gap im Mittelpunkt. Abgerundet wird die Tagung durch die Ausstellung „Womoney“, die an der TH Köln erarbeitet wurde. Sie ersetzt die Abbilder von Präsidenten auf Münzen und Dollarscheinen durch Bilder von einflussreichen Frauen aus Geschichte und Gegenwart und eröffnet so eine neue Perspektive auf das männlich konnotierte Machtsymbol.

weitere Infos: https://www.netzwerk-fgf.nrw.de/fileadmin/media/media-fgf/download/veranstaltungen/Jahrestagung_2019_Flyer_web.pdf

 

 

5. Interdisziplinärer Workshop "kritische Sexarbeitsforschung"

Graz Sexarbeit

15. bis 17. November 2019 in Graz (Österreich)

 

Das Netzwerk „Kritische Sexarbeitsforschung“ möchte junge Forschende verschiedener Disziplinen miteinander vernetzen und eine interdisziplinäre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Sexarbeit sowie die Entwicklung neuer Forschungsperspektiven auf Sexarbeit fördern. Dementsprechend soll auch der diesjährige Workshop Studierenden und Nachwuchswissenschaftler*innen einen kollektiven Raum bieten, um die eigenen aktuellen Arbeiten zum Thema abseits von etablierten, stigmatisierenden und kriminalisierenden Diskursen diskutieren zu können. Der thematische Rahmen ist hierbei bewusst offen gehalten und orientiert sich am Input der Beteiligten

weitere Infos: https://kritischesexarbeitsforschung.wordpress.com/ 

Kontakt:kritische.sexarbeitsforschung@gmail.com

 

 

IN FREIBURG / Am ZAG

September

  

Gaia - Workshop

Gaia Workshop

 

27.09.19, Kunstverein Freiburg

 

Der Workshop findet im Rahmen von
Abschied von Außen - 
SUCHBEWEGUNG vs. AUSSTELLUNG

Mit Gästen wie Lisa Handel, Christa Klein, Ingmar Lippert, Stephan Trinkaus oder Friedrich Uehlein lädt Marion Mangelsdorf zunächst zu einem Spaziergang durch die Ausstellung ein. Rhizomatisch knüpfen wir Verbindungen zu Gaïa, dieser schillernden Figur, die sowohl die mythologische Urmutter allen Seins als auch eine kybernetisch verschränkte Gesamtheit aller Lebensvorgänge auf der Erde verkörpert. An Sammlungen von Samen, getrockneten Pflanzen und Humusböden möchten wir Dialoge entwickeln, assoziationsreich Gaïas Wurzeln in symbiogenetischen Prozessen zu veranschaulichen suchen. Inwiefern verhilft Gaïa zu einer anderen Sicht auf die Erde? In der wir uns von der Außenwahrnehmung unseres Lebenraums verabschieden, von einem Außen, das uns durch distanzierende Bilder aus dem Weltall suggeriert wurde. In dem Workshop zoomen wir hinein in unsere fassettenreichen Verbindungen und Verantwortungsgeflechte mit der Erde. In ein Geflecht, für das uns die »Generation Gaia«, wie die Jugendlichen der von Thunberg inspirierten Fridays-for-Future-Demonstrationen im Philosophie Magazin (03/2019) bezeichnet wurden, neu die Augen öffnen. Nichtzuletzt durch sie erfährt Gaïa und die mit ihr verbundenen evolutionsbiologischen Theorien neue Aktualität (siehe die Webdokumentation: Gaïa – eine beunruhigende Denkfigur).

 

 

Oktober

 

Hanns Kayser auf der Flucht - Eine wahre Lügengeschichte

Hanns Kayser Foto

 

Aktuell: Aufführung am Fr 18. Oktober 2019 um 20.30 Uhr

Im 16. Jahrhundert entschließt sich Agatha Dietzschin als Mann zu leben. Eine gängige Form für Frauen dieser Zeit, um ein autonomes Leben zu führen und der Armut zu entkommen. Dabei ist die Gefahr der Enttarnung groß und die Strafen für dieses "Vergehen" sind drakonisch. Agatha nimmt den Namen Hanns Kayser an und zieht als Wanderarbeiter durchs Freiburger Umland. Durch die Liebesgeschichte mit der Bauerntochter Anna Reulin wird das Leben sicherer und durch die daraus entstandene Hochzeit scheint die Tarnung perfekt...

Den Stoff - spannend wie ein Krimi - rekonstruiert das Theaterkollektiv RaumZeit nach der Vorlage von Originaldokumenten aus den Gerichtsakten von 1548 des Freiburger Stadtarchivs in Kooperation mit der Feministischen Geschichtswerkstatt. Dabei wird das Thema für die Bühne dramatisiert und mit unserem heutigen Verständnis von Identitäten in den Blick genommen.
"Ist nicht jeder Mensch wie ein Grashalm auf eigenem Stiel? Alle grün auf den ersten Blick. Aber wenn du am Rand der Wiese sitzt merkst du: Alle sind verschieden und keiner fragt: ’Bist du arm oder reich? Bist du frau oder man?’ Ich bin Hans Kayser. Grün wie ein Grashalm." Schauspiel: Nic* Reitzenstein und Lena Drieschner. 
Das Stück wird kollektiv geschrieben von Jenny Warnecke, Lena Drieschner und Nic* Reitzenstein nach den Quellen der Criminalia von 1548 aus dem Stadtarchiv Freiburg. Unter Mitarbeit der Bordhistorikerin Birgit Heidtke.

Stückdauer eine Stunde.

weitere Infos: https://theaterkollektiv-raumzeit.de/theater/article/hans-kayser-auf-der-flucht

 


 

November

 

Orga Plenum fz*

 

6.11.2019 im fz*

Das Zentrum braucht euch! Über viele Jahre hinweg hat ein kleiner Kreis von Menschen das Zentrum gewuppt – also dafür gesorgt, dass die Räume von vielen fantastischen Initiativen genutzt werden konnten. Es sind viele kleine Dinge, die jemand im Kopf haben, organisieren oder einfach tun muss.
Da die Hauptprotagonistinnen Juliana und Dagmar sich aus der Orga des Zentrums zurückziehen und es insgesamt zu wenig Leute sind, möchten das fz* diese vielen kleinen Dinge auf mehr Schultern verteilen. Das ist auch eine Chance, besseren Kontakt zwischen den Gruppen und Einzelpersonen zu initiieren und die Räume mehr zu einem gemeinsamen Zentrum zu machen.

Deshalb lädt das fz* alle Gruppen und Einzelpersonen, die im fz* regelmäßig oder sporadisch ein und ausgehen, herzlich und mit Nachdruck zum Orgaplenum am 6. November um 19h ein.

Bis dahin wäre es toll, wenn ihr in euren Gruppen euch folgende Liste schon mal angucken würdet und überlegen, welche Aufgaben ihr euch vorstellen könntet zu übernehmen. Bitte schreibt dann euren Namen/ den Namen eurer Gruppe dahinter (ihr müsst nichts speichern).
! Schreibt euch zu mehreren Aufgaben, auch wenn ihr am Ende nur eine macht!
! Schreibt euch auch dazu, wenn ihr etwas gern machen würdet, aber sich schon jemand anders eingetragen hat!
Dies soll als Vorbereitung dienen. Wir möchten aber auf dem Plenum gemeinsam entscheiden, wie wir die Aufgaben am besten verteilen, sodass alle zufrieden sind.

 


 

 

Allgemein

 

SWR2-Forum Radiotalkshow : Das akademische Geschlecht – Wie ideologisch ist die Genderforschung?

 

Es diskutieren: 
Prof. em. Dr. Monika Frommel, bis zu Ihrer Pensionierung 2011 Strafrechtlerin an der Universität Kiel
Prof. Dr. Stefan Hirschauer, Genderforscher und Soziologe an der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz
Prof. Dr. Paula-Irene Villa, Professorin für Allgemeine Soziologie und Gender-Studies an der Ludwig-Maximillians Universität München 
Gesprächsleitung: Doris Maull

 

 

Das Geschlecht ist eine soziale Konstruktion - Sprache, Kultur und Wissenschaft leiden unter männlicher Herrschaft und Unterdrückung. Solche Thesen haben den Gender-Studies, vor allem in konservativen Kreisen, den Ruf einer linken, feministischen Ideologie eingebracht. In Ungarn will der rechtspopulistische Premier Victor Orban, die staatliche Finanzierung der Genderforschung einstellen. Offizielle Begründung: die Schädlichkeit des Faches für christliche Familienwerte. In Deutschland fordert die AfD in ihrem Parteiprogramm die Streichung der Gender-Studies im Hochschulwesen, aber auch Evolutionsbiologen und sogar eingefleischte Feministinnen bezweifeln Ergebnisse und Notwendigkeit dieser jungen Wissenschaft. Ist die Kritik berechtigt? Was genau ist Gegenstand der Genderforschung? Welchen Einfluss hat sie gewonnen und wie nützlich sind ihre Erkenntnisse für die Gesellschaft?

 

Hier nachzuhören: https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/swr2-forum/swr2-forum-das-akademische-geschlecht/-/id=660214/did=22300912/nid=660214/1qi700u/index.html

 

 

Call for papers etc.

Call for Papers: fzg 27|2021 Digitalisierung, Geschlecht und Intersektionalität

Deadline: 31.3.20

 

Unter dem Dachbegriff Digitalisierung vereinen sich zahlreiche technologische, politische, soziale, ökonomische, rechtliche und praktische Fragen und Szenarien, die oftmals nahtlos in Dystopien bzw. Utopien aufgehen. Zahlreiche Ebenen von Vergeschlechtlichung lassen an Schnittstellen von Technologien die (Re-)Produktion sozialer Ungleichheit erkennen: Die geringe Repräsentation von Frauen*, LGBTI sowie ethnischen oder religiösen Minderheiten hat u.a. deren Unsichtbarkeit in diesen Technologien ebenso zur Folge wie eine Verstärkung sozioökonomischer Benachteiligungen. Vertreter*innen des Technofeminismus haben indes bereits in den 1980er Jahren auch auf die emanzipativen Potentiale von Technozukünften hingewiesen – und es ist an der Zeit diese Fragen vor dem Hintergrund aktueller Digitalisierungsdynamiken erneut zu stellen, denn im Zuge der Digitalisierung entstehen völlig neue und noch wenig analytisch aufgearbeitete soziale Räume.

Erwünscht sind Aufsätze, die sich aus empirischer, theoretischer und normativer Perspektive mit den hier zusammengefassten sowie im angehängten Call formulierten Fragen beschäftigen.

Weitere inhaltliche Informationen sowie formale Hinweise im vollständigen Call sowie auf unserer Homepage.
Fachartikel (max. 40.000 Zeichen) können bis zum 31. März 2020 bei der fzg (www.fzg.uni-freiburg.de) eingereicht werden.